Markt & News

Markt­situation Gallium

Da China der mit Abstand größte Lieferant von Gallium ist, besitzt das Land auf dem Weltmarkt eine dominante Stellung. Seit Sommer 2023 gilt für den Export von Gallium aus der Volksrepublik ein Lizenzsystem. Die Einführung dieser Handelsbeschränkung begründete Peking mit der nationalen Sicherheit. Für Ausfuhren müssen seither Genehmigungen beantragt sowie detaillierte Angaben zum Verwendungszweck und zum Endprodukt gemacht werden. Produkte, die auch militärisch genutzt werden könnten und somit als sogenannte Dual-Use-Güter gelten, erhalten in der Regel keine Exportgenehmigung. Besonders relevant ist dies, da Gallium eine zentrale Rolle in der Halbleiterindustrie spielt: Materialien wie Galliumnitrid und Galliumarsenid werden unter anderem in Hochfrequenzchips, Leistungselektronik und moderner Kommunikationstechnik eingesetzt.

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Neuere Entwicklungen

In Folge der Handelsauflagen im Sommer 2023 war der Export von Gallium drastisch zurückgegangen. Die Ausfuhrmengen haben sich mittlerweile dem Niveau vor Inkrafttreten der Restriktionen angeglichen. Allerdings steuert China durch die Auflagen, in welche Länder Gallium geliefert wird. Diese Regeln schärft die Regierung kontinuierlich nach, was Auswirkungen auf die zukünftige Verfügbarkeit im Markt haben kann.

Ausblick zur Versorgungs­lage bei Gallium

Künftige Versorgungsengpässe sind nicht auszuschließen. Diese könnten unter anderem die Halbleiterindustrie betreffen, denn dort dient Gallium als unersetzlicher Grundstoff bei der Herstellung von Verbindungshalbleitern. Sie spielen für leistungsfähige elektronische und optoelektronische Bauelemente eine wichtige Rolle.

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