Eigenschaften

Allgemeine Daten

Name, Symbol, Ordnungszahl 

Gallium, Ga, 31

Elementkategorie

Metall

Schmelzpunkt 

302,9 K (29,8 °C)

Siedepunkt 

2477 K (2204 °C)

Kristallstruktur 

Orthorhombisch 

Dichte

5,904 g/cm³ (bei 20 °C)

Mohshärte

ca. 1,5

Physikalische Eigenschaften

Stabiler Halbleiter für zahlreiche Anwendungen

Gallium ist ein silbrig glänzendes, weiches Metall aus der Bor-Gruppe im Periodensystem. Es schmilzt bereits bei knapp über 29,8 °C, also wenige Grad über Raumtemperatur. Im festen Zustand ist es relativ weich und spröde. Typisch für Gallium ist auch eine ungewöhnliche Dichteverteilung, da die Dichte im festen Zustand geringer ist als im flüssigen. Es bildet stabile Halbleiterverbindungen wie Galliumarsenid (GaAs) und Galliumnitrid (GaN). Diese weisen eine hohe Elektronen­­beweglichkeit und direkte Bandlücken auf. Dadurch lassen sich elektronische und optoelektronische Eigenschaften gezielt steuern. Diese Eigenschaften machen Galliumverbindungen besonders geeignet für eine breite Palette an Anwendungen: Von Leuchtdioden (LEDs) über Photodetektoren und Solarzellen bis hin zu Hochfrequenz­­transistoren. Damit ist Gallium unverzichtbar für moderne Halbleiter- und Kommunikation­stechnologien.

Charakteris­tische Eigenschaften

Seltenes Metall mit ungewöhnlichem Schmelzverhalten

Gallium besitzt einen sehr niedrigen Schmelzpunkt von etwa 29,8 °C und wird daher bereits knapp über Raumtemperatur flüssig. Diese Eigenschaft ist für Metalle äußerst ungewöhnlich und gehört zu den auffälligsten Merkmalen des Elements. 

Zudem ist die Dichte von Gallium im festen Zustand geringer als im flüssigen. Das bedeutet, dass sich Gallium beim Erstarren ausdehnt und im festen Zustand mehr Raum einnimmt als im geschmolzenen. Dieses seltene Verhalten zeigen nur wenige Elemente, darunter Antimon, Bismut, Silizium, Lithium und Tellur. 

Bedeutung und Anwendungen

Schlüsselrohstoff für moderne Halbleiter­technologien

Gallium spielt heute eine wichtige Rolle in zahlreichen zivilen, industriellen und militärischen Technologien. Besonders bedeutend sind seine Halbleiter­verbindungen wie Galliumarsenid und Galliumnitrid, die in moderner Elektronik eingesetzt werden. Vor allem in der Hochfrequenz- und Leistungselektronik bieten Galliumverbindungen Vorteile gegenüber dem klassischen Halbleitermaterial Silizium: Sie ermöglichen höhere Frequenzen, Temperaturen und Spannungen. Durch den Ausbau von 5G-Netzen und anderer moderner Kommunikations­technologien wächst die Bedeutung von Gallium weiter. Daher gilt das Element heute als strategisch wichtiger Rohstoff für die globale Halbleiterindustrie.