CRMA: Über 160 Bewerbungen für strategische Projekte eingereicht

von | Jan. 2026

In der ersten Ausschreibungsrunde wurden bereits 60 Vorhaben ausgewählt. Sie können im Rahmen des EU-Gesetzes über kritische Rohstoffe von schnelleren Genehmigungen und leichterem Zugang zu Finanzmitteln profitieren.

Mit dem 2024 in Kraft getretenen Critical Raw Materials Act (CRMA) will die EU ihre Rohstoffversorgung auf eine verlässlichere Basis stellen. Neben Zielvorgaben unter anderem für heimischen Bergbau sind strategische Projekte ein integraler Bestandteil des Gesetzes. Diese Vorhaben in den Bereichen Förderung, Verarbeitung, Recycling oder Substituierung können von beschleunigten Genehmigungsverfahren und Unterstützung beim Zugang zu Finanzmitteln profitieren.

2025 wurden dafür bereits 60 Projekte im In- und Ausland ausgewählt. Nun ist die zweite Ausschreibungsrunde zu Ende gegangen. Wie die EU-Kommission mitteilte, sind über 160 Anträge eingereicht worden. In der ersten Runde waren es 170 Bewerbungen gewesen. Die erneut hohe Zahl verdeutliche das anhaltende Interesse an dem Status als Strategisches Projekt, schreibt die Kommission. Der im Dezember vorgestellte Plan RESourceEU, der erstmals auch eine konkrete Finanzsumme nannte, habe die Aufmerksamkeit noch gesteigert.

Von den eingereichten Vorhaben sind 75 Projekte entlang der Wertschöpfungskette für Batterien angesiedelt, 21 konzentrieren sich auf Seltene Erden für Permanentmagnete. Mehrere Projekte stehen zudem im Zusammenhang mit Verteidigungsanwendungen. Insgesamt stammen 95 Anträge aus der EU und 66 aus Drittländern.

Alle Projekte sollen nun unter Einbeziehung unabhängiger Sachverständiger bewertet werden, bevor die Kommission die Ergebnisse mit den Mitgliedstaaten erörtert.

Photo: dem10, irasutoya via Canva, Montage: Rohstoffnet

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